Month: February 2018

UnStumm in Japan, South Corea and Malaysia

De-Luxe

Insa Gallerie (Goethe Institut)

 

UnStumm is a project for improvised film and music (Echtzeitfilm) for cross-disciplinary and crosscultural collaboration between filmmakers, video artists and musicians from Germany and other countries. The project is organized and curated by video artist Claudia Schmitz and guitarist/soundartist Nicola L. Hein. It aims to create an environment of cultural and creative exchange, where a common complex artistic language is invented and used to communicate narratives, textures, colliding, combining, attracting worlds of sight and sound. The group of eight artists will work together in two different groups for three days to create an audiovisual performance that explores multidisciplinary improvisation as well as structure and narrative. The resulting artworks reflect on the themes of interculturality, cultural identity, cross cultural communication, the history of artistic thought (in different cultures) and many other philosophical topoi. The concert encompasses two Echtzeit-movies, which are improvised by a group alongside a conceptual composition that has been worked out during the rehearsals. Every group presents a piece that is in between 40-50 minutes long.

Live:
Axel Dörner
Luis Negrón van Grieken
Claudia Schmitz
Nicola L. Hein
Toshimaru Nakamura
Tetsuzi Akiyama
Akiko Nakayama
Harata Atsushi

Artist information:

UNSTUMM
Conversation of Moving Image and Sound
unstumm.com

Film Ohne Film Ausstellung am Stuttgarter Filmwinter

KHM

„filmohnefilm“ – der Titel der Ausstellung impliziert eine paradoxe Negation, denn was bleibt vom Film, wenn man den Film davon abzieht? Dieser Fragestellung widmete sich das gleichnamige Seminar im Wintersemester 2017/18 an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Initiiert von Daniel Burkhardt, Christian Faubel und Luis Negrón (alle drei künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiter der KHM) waren die Studierenden aufgefordert auf die abstrakt gestellte Frage mit konkreten künstlerischen Arbeiten zu antworten. Die ganze vorstellbare Bandbreite an kinetischen, hydraulischen, thermodynamischen, algorithmischen oder performativen Methoden der Bild- und Tonerzeugung war dabei möglich. Einzig der Rückgriff auf herkömmliche zeitbasierte Aufzeichnungs-und Speichermedien wie Film-, Video- und Tonequipment sollte explizit vermieden oder diese sollten in ungewohnter Form sicht- und hörbar gemacht werden. Die Intention hinter dieser Aussparung war das Anregen einer erneuten Reflexion über die verschiedenen Arten von black boxes, wie Kameras, Projektoren und Computer, die uns in unserem medialisierten Alltag wie selbstverständlich umgeben. Es galt dabei, sich die grundlegenden Funktionsprinzipien bewusst zu machen und durch spielerische Herangehensweisen der Nachahmung und Fehlnutzung, des Aufbrechens und Hackens zu abweichenden Formen und neuen Erkenntnismöglichkeiten zu gelangen. Eine zweite Ebene der Reflexion bezog sich auf die basalen Funktionsweisen und Mechanismen der Wahrnehmung – die menschliche black box. Wie entsteht der Eindruck (die Illusion) von Bewegung? Wie werden Objekte miteinander in Zusammenhang gebracht und verknüpft? Wie unterscheiden wir Vorder- von Hintergrund, Nebensächliches von Wesentlichem? Wie entstehen Sinn und Bedeutung? An der Kunsthochschule für Medien Köln gibt es seit ihrer Gründung im Jahr 1990 eine ununterbrochene Traditionslinie studentischer Projekte, die sich auf kritisch-analytische Art mit den verwendeten medialen Tools auseinander setzen. Diese teils technisch hoch komplexen, manchmal aber auch denkbar einfachen künstlerischen Arbeiten liefern den kontinuierlichen Subtext und geistigen Nährboden für die vielen anderen Projekte, bei deren Realisierung die medialen Werkzeuge ohne explizite Infragestellung zur Anwendung kommen. Im Rahmen des Seminars „Film ohne Film“ gilt es nun diese Formen der selbstreflexiven Auseinandersetzung in den Fokus zu rücken. Der Stuttgarter Filmwinter selbst hat seit seinem Bestehen immer wieder ein lebendiges Interesse für filmische Formen gezeigt, die aus ihrem eigenen medialen Korsett ausbrechen und in Richtung räumlicher Installation, urbaner Intervention oder performativer Aktion expandieren. Anhand der aus Ausstellung „filmohnefilm“ lässt sich nun überprüfen, wie eine heranwachsende Generation von Künstlern mit den Dispositiven der vielfältigen technischen Apparate und ihren Analogien und Widersprüchen im Bezug auf unsere Wahrnehmungsfähigkeiten umgeht und welche neuen Formen, Modelle und Denkansätze daraus entstehen.